Schöne neue Welt

Estoril bei Lissabon - Hier entstand dieser Artikel

Eines habe ich mit den Geschäftsführern und Selbständigen dieser Welt sicher gemein: Wir sind für unser Unternehmen unabkömmlich – oder halten uns jedenfalls dafür. Und oft stimmt das wahrscheinlich auch. Bei einem Ein-Frau/Mann-Betrieb geht ohne den Einzelkämpfer nichts. Bei größeren Teams braucht es einen, der den Blick für das große Ganze hat und die wichtigen Entscheidungen fällt. Fehlt der, herrscht schnell Stillstand.

Urlaub wird für den Captain zwangsläufig zur Rarität oder gar zum Fremdwort. Auf Dauer ein ungesunder Zustand. Dabei gibt es in der modernen Arbeitswelt alle Technologien, die das Arbeiten außerhalb des Büros möglich machen und die Work-Life-Balance ins Gleichgewicht bringen können. Da sollte sich ein Auslandsaufenthalt mit Sightseeing und Entspannung doch mit der Koordination des Geschäftsbetriebs zu Hause kombinieren lassen. In meinem Artikel „Der Arbeitsplatz der Zukunft“ klang das Thema schon einmal in der Theorie an. Aber funktioniert das wirklich?

Dieser Frage bin ich nachgegangen und habe mich für sieben Wochen nach Portugal, nahe Lissabon, verabschiedet. Im Gepäck habe ich Laptop und Telefon. In meiner Wohnung in Portugal gibt es Blick auf den Atlantik und vor allem einen guten Internetanschluss. Dank Voice over IP bin ich weiterhin unter meiner bayerischen Büronummer für Kollegen und Kunden erreichbar. Die Zusammenarbeit mit meinen Jungs zu Hause gestaltet sich einfach, denn die nötigen Kommunikationstools wie E-Mail, Kalender und Detailverwaltung liegen zentral in der Cloud. Teambesprechungen machen wir, statt am Schreitisch, via Telefonkonferenz.

Neben diesen technologischen Voraussetzungen braucht es noch kompetente und selbständig arbeitende Kollegen auf die man sich verlassen kann. Der eigene Arbeitsplatz sollte übrigens mit Computer und Telefon auskommt. Nur dann lässt er sich in einen Koffer packen und um die Welt transportieren.

Gut vier Wochen meines „Arbeits-Urlaubs“ sind jetzt vorbei und das Zwischenfazit fällt durchweg positiv aus. Lissabon und Umgebung haben ohne Zweifel viel zu bieten. Diese Erkenntnis ist sicher nicht neu und wenig überraschend. Wie produktiv man allerdings in dieser angenehmen Atmosphäre arbeiten kann, hat mich positiv überrascht. Schöne neue Welt.

Über Dominik Mauritz

Dominik Mauritz ist Gründer, Geschäftsführer und Visionär von vio:networks. Er ist für Geschäftsentwicklung und Kundenbetreuung zuständig.
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